Das Stadtmagazin für Menschen mitten im Leben

Bild: AdobeStock
11. Mai 2022

Verbunden bleiben – Stimmen aus der Ukraine

In Solidarität mit den Menschen der Ukraine richtet das Hans Otto Theater am 21. Mai einen Theaterabend aus, an dem die ukrainische Kultur gewürdigt sowie dem Schrecken des Krieges Ausdruck verliehen wird.

„Die Apokalypse ist eingetreten. Alles, was war, ist vorbei. Geblieben sind nur noch Spuren, Überreste, Schatten. Wir müssen uns von Neuem kennenlernen, von Neuem verabreden, von Neuem treffen. Alles muss neu zusammengesetzt werden. Aber wann wird das sein? Wer werde ich sein?“ Andrij Bondarenko

Der Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine bedeutet eine Erschütterung auf vielen Ebenen. Am 21. Mai sollen in der Reithalle Stimmen auf die Bühne kommen, die dieser Erschütterung Ausdruck verleihen – und zugleich von der Kraft und Schönheit ukrainischer Kultur künden. Ensemblemitglieder des Hans Otto Theaters lesen aus eindrücklichen Theatertexten ukrainischer Gegenwartsautor*innen, in denen sich die Erfahrungen des Krieges spiegeln.

Zwei junge Autorinnen werden anwesend sein und in Interviews von ihrer Situation berichten: die 2001 in Donezk geborene Polina Pushkina sowie die aus Kiew stammende Theateraktivistin Julia Gonchar. Außerdem gibt es Musik: Die Pianistin Anhelina Yermakova (geb. in Charkiw), die Flötistin Daria Fomina (geb. in Charkiw) und Maria Viksnina (geb. in Saporischschja), die das außergewöhnliche Saiteninstrument Torban beherrscht, präsentieren traditionelle sowie moderne Songs und Musikstücke aus der Ukraine. Außerdem beteiligen sich fünf junge ukrainische Nachwuchs-Schauspieler*innen, die zurzeit an der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF studieren, mit Liedern, Tanz und Lesungen an diesem besonderen Abend. Durch die Mitwirkung der Simultan-Dolmetscherin Irina Bondas ist das Programm sowohl für ein deutsch- wie für ein ukrainisch-sprachiges Publikum verstehbar.

Der Abend ist Teil des weltweiten Lesungsprojekts „Das Gefühl des Krieges“ zugunsten von Theatermacher*innen in der Ukraine, das Autor*innen, denen der Krieg ihre Bühne geraubt hat, eine neue Plattform bieten möchte. Die meisten Stücke, die an diesem Abend gelesen werden, entstammen dem Pool dieses Lesungsprojekts.

Beginn: 19.30 Uhr
Schiffbauergasse, Reithalle
EINTRITT FREI
Um Spenden für die Künstler*innen aus der Ukraine wird gebeten.

Anzeigen