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06. Dezember 2021

Ab aufs Glatteis 

Es ist Winter und es könnte demnächst schneien. Wäre jedenfalls ganz wunderbar, wenn das, was derzeit gerne als Regen runterkommt und den Tag grau macht, feiner weißer Schnee wäre. Schlittenfahren wäre möglich oder Skilanglauf – und das sogar in hiesigen Breiten. Oder aber Rutschen auf gefrorenem Schnee und Eis. Tut man das mit Absicht und Anlauf und weils einfach Freude macht, nennt man das ja „Schufeln“. In meiner thüringischen Heimat jedenfalls. Bis vor Kurzem war ich mir sicher, dass man dieses Wort auch in meiner brandenburgischen Wahlheimat kennt. Leider nein. Die Kolleginnen waren ziemlich irritiert. Sie nennen das winterliche und nicht ganz ungefährliche Vergnügen eben einfach „Schlittern“. Die Befragung des Dudens ergab: nichts. Das Wort scheint offiziell nicht zu existieren. Genauso nicht wie „Flat“, „Detscher“ und „Reftchen“. Ich werde es auf jeden Fall tun, wenn Schnee kommt. Und es auch so nennen. Auch auf die Gefahr hin, dass ich mal wieder nicht verstanden werde …

Ariane Linde

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