Film- und Veranstaltungsreihe zur Ausstellung
Die Ausstellung »Das Weite suchen. Fotografien der späten DDR« im benachbarten Brandenburg Museum für Zukunft, Gegenwart und Geschichte lädt zu einer Auseinandersetzung mit der Transformationszeit in Ostdeutschland ein – von der späten DDR bis in die 1990er. Gezeigt werden Fotografien, die intime, kritische oder irritierende Perspektiven auf Alltag, Protest und Wandel eröffnen. Eine Film- und Veranstaltungsreihe im Filmmuseum Potsdam ergänzt das Begleitprogramm zur Ausstellung.
28. Februar, 18 Uhr - BUNA. eine Zeit
Im Sommer 1988 kommt Tina Bara mit einer Gruppe von internationalen Künstler*innen in die Buna-Werke in Schkopau. »Plaste und Elaste« lautet der Slogan für die Kunststoffprodukte, die dort entstehen. Eigentlich soll Bara die Künstler*innen porträtieren. Doch sie ist mehr an der Begegnung mit den Arbeiter*innen interessiert. Die Fotoserie, die hier entsteht, zeugt auch von gravierender Umweltverschmutzung und den Umständen, unter denen die Menschen dort arbeiten.
Aktuell hat Tina Bara einen Fotofilm aus diesen Dokumenten montiert und mit einem Nachtrag versehen. Im Filmmuseum Potsdam kommt diese Arbeit nun erstmals in einem Kino zur Aufführung.
19. März, ab 18:30 Uhr - Frauen in Berlin
In langen Einstellungen sprechen Frauen unterschiedlicher Generation über ihr Leben. Gedreht zumeist im persönlichen Umfeld der Frauen, zeugen die Interviews von Vertrauen und Offenheit. Es geht um die Arbeit, die Beziehung, die Familie, den Abgleich von Wunsch und Wirklichkeit.
Schnell handelte die indische Regiestudentin Chetna Vora, um den Rohschnitt ihres Dokumentarfilms zu retten. Nach der hochschulinternen Vorführung in Babelsberg wurde sie aufgefordert, ihre 140 minütige Fassung auf 30 Minuten zu kürzen. Vora konnte das Material mit Hilfe von Freund*innen unbemerkt nach Berlin schaffen, um es mittels eines 16-mm-Filmprojektors und einer Videokamera abzufilmen, bevor die Hochschule das Fehlen entdeckte.
Die Digitalisierung und Restaurierung von »Frauen in Berlin« wurde unterstützt durch das Förderprogramm Filmerbe, finanziert durch BKM, Länder und FFA.