
Eine Gruppe recht eigensinniger Frauen trifft sich, um eine Wohltätigkeitsveranstaltung vorzubereiten, doch plötzlich geschehen merkwürdige Dinge: Johanna von Orleans erscheint und ruft zum Kampf auf, eine Raupe gibt einen Ratschlag, Virginia Woolf hält eine Rede. Ein unsichtbares Wesen kommt ins Spiel, dem sich die Wohltäterinnen stellen müssen. Mal biographisch, mal literarisch inspiriert schauen die Heldinnen von heute auf historische Vorbilder und kommen dabei einem dunklen Geheimnis auf die Spur. Skeptisch, schlagfertig, mit Witz und Ernst.
In der Inszenierung blicken die Schauspielerinnen tatsächlichen wie vermeintlichen Bedrohungen unerschrocken ins Auge. Wofür sind wir bereit zu kämpfen? Ist Schwächezeigen stark? Welche Denkmäler sollten demontiert werden? Und ist es nicht an der Zeit, eines für uns selbst zu bauen? Sie beschäftigten sich mit dem Thema aus weiblich-altersweiser Perspektive. Die Zeit ist überfällig, HELDINNEN eine angemessene Bühne zu geben.
Im Herbst 2017 riefen drei Schauspielerinnen fortgeschrittenen Alters und ein Regisseur das Ensemble LX ins Leben. Sie experimentieren mit Leidenschaft und - Vorbehalte ignorierend - mit Inhalten und Formen. Besonders reizen sie dabei neue Sichtweisen auf Alters- und Geschlechterfragen. Ihre Liebe gilt dem Theater und ihre Inszinierungen entstehen ohne Scheu vor Tabus und unter Missachtung von Besetzungsbarrieren.