moving history Spezial im Filmmuseum
Am Ufer eines märkischen Sees entsteht Anfang der 1930er Jahre ein modernes Haus, geplant von einem Architekten und seiner Frau, die dort ein neues Leben beginnen wollen. Doch mit den politischen Umbrüchen des Jahrhunderts wechseln Besitzverhältnisse und Bewohner:innen. Zu ihnen gehört ein jüdischer Tuchfabrikant, der das Grundstück durch die nationalsozialistische Verfolgung verliert. Nach dem Krieg wird das Haus in der DDR erneut zum Lebensmittelpunkt, unter anderem für eine aus der Emigration zurück gekehrte Schriftstellerin.
Volker Schlöndorffs Verfilmung von Jenny Erpenbecks Roman bricht dessen komplexe Struktur zugunsten einer linearen Erzählweise auf und bündelt die Handlung um wenige zentrale Figuren, deren Lebensgeschichten sich über mehrere Jahrzehnte miteinander verweben.
Zu Gast: Volker Schlöndorff (Regisseur)
Moderation: Franziska Bomski (Einstein Forum)
In Zusammenarbeit mit dem Einstein Forum.