Am 1. Juni wäre Marilyn Monroe 100 Jahre alt geworden. Ihre 13 Hauptrollen und die darin verkörperten Frauenfiguren sind eng mit den Rollen verbunden, die Frauen in der Gesellschaft zugestanden wurden und werden. Die Filmjournalistin Jenni Zylka wirft in ihrem im März erschienen Buch »Marilyn Monroe. 100 Seiten« einen neuen, filmjournalistischen und feministischen Blick auf Monroes Werk - und untersucht Phänomene wie das »Upskirting« in der legendärsten Szene aus »The Seven Year Itch«. Über ein Close Reading der Filme arbeitet Zylka heraus, wie Monroe im sexistischen Hollywood darauf verbucht wird, gleichzeitig verletzliche und verführerische Blondinen mit hauchender Stimme zu verkörpern. Das Filmmuseum Potsdam zeigt sieben Filme der unsterblichen Künstlerin, die äußerst hart an ihrer Karriere arbeitete, immer darum kämpfte, komplexere Rollen zu bekommen und 1962 mit nur 36 Jahren endgültig an den misogynen Machtstrukturen Hollywoods scheiterte.