Ein Raum, der im Zerfall begriffen zu sein scheint. Schutt liegt zerbröselt auf dem Boden, zeitlupenartig löst sich Tapete von den Wänden. Spuren vergangenen Lebens: eine Matratze, ein tropfendes Waschbecken. Neben der klapprigen Eingangstür kauert fast unbeweglich ein Mensch und scheint ein Überbleibsel aus einer verlorenen Zeit zu sein. Auflösung und Verfall als Zustand, aber auch als Erkenntnisraum und Neubeginn. „Staub“ ist eine Art theatrales Vanitas-Stillleben, eine performative Meditation über Vergänglichkeit, Verwandlung und Schönheit – eine Melange aus Objekttheater, bildender Kunst und Musik, deren Sound zwischen Geräuschkunst und elektronischer Beschwörung changiert.