Das Sinfonieorchester Collegium musicum Potsdam setzt im November seine Zusammenarbeit mit dem Chor der Humboldt Universität zu Berlin fort. Am 15.11. führen beide Ensembles Karl Jenkins' monumentale Messe The Armed Man im Nikolaisaal auf.
Einleitend erklingt Endangered, ein Orchesterwerk der britischen Komponistin und Oscar-Preisträgerin Rachel Portman. 2012 vom National Centre for the Performing Arts (NCPA) in Peking in Auftrag gegeben, wurde das Werk am 5. Juni 2013 anlässlich des Weltumwelttages vom NCPA-Sinfonieorchester uraufgeführt. Angelegt als aufwühlende und melancholische Mahnung thematisiert Endangered das drohende Aussterben von Tier- und Pflanzenarten.
Die junge, talentierte Geigerin und Schülerin der Städtischen Musikschule „Johann Sebastian Bach“ Potsdam, Lina Ezrahi-von Siemens, wird Henry Wieniawskis Légende op. 17 interpretieren. Hinter diesem Werk des polnischen Geigenvirtuosen und Komponisten Wieniawski verbirgt sich eine der schönsten Liebesgeschichten der Musikgeschichte: Wieniawski komponierte die Légende, um seine Verlobung mit der Engländerin Isabella Hampton zu retten. Da ihre Eltern strikt gegen die Hochzeit mit einem reisenden Musiker waren, spielte er das tief melancholische Werk vor. Die Eltern waren so tief bewegt und beeindruckt, dass sie dem Paar ihren Segen gaben, woraufhin die beiden noch im selben Jahr heirateten. Lina Ezrahi-von Siemens erhält Geigenunterricht bei Maria Wagner und konzertiert erstmals mit dem Sinfonieorchester Collegium musicum Potsdam.
Der Chor der Humboldt-Universität zu Berlin unter Leitung von Carsten Schultze wird die „Fünf Gesänge“ von Johannes Brahms, die 1889 in Wien uraufgeführt wurden, erklingen lassen. Diese polyphonen, harmonisch komplexen und rhythmisch verschlungenen Lieder für a-capella-Chor gelten als von Schwermut und Sehnsucht erzählendes Spätwerk des Komponisten und als seine letzte weltliche Chorkomposition, die sich mit Vergänglichkeit und Abschied auseinandersetzt.
Im zweiten Konzertteil wird The Armed Man: A Mass for Peace des walisischen Komponisten Karl Jenkins zu hören sein. Dieses Antikriegsstück ist 1999 als Auftragswerk für das Museum Royal Armouries entstanden. Es blickt auf das blutigste und zerstörerischste Jahrhundert der Menschheitsgeschichte zurück und setzt gleichzeitig ein Zeichen der Hoffnung für eine friedlichere Zukunft. Solopartien übernehmen Elisabeth Selle (Sopran), ehemals Ensemblemitglied der Deutschen Oper am Rhein, sowie Sami Mussbach (Solocellist des Collegium musicum).
Der Konzertabend wird geleitet von Carsten Schultze und Knut Andreas. Karten sind an allen Vorverkaufsstellen sowie unter www.nikolaisaal.de erhältlich.